Referenz der Ritter XL Solar GmbH

KRAL AG

Solare Kühlung für Produktionsprozesse

  • Standort: Lustenau in Vorarlberg, Österreich
  • Anwendung: Solare Kühlung mittels Absorptionskältemaschine
  • Kollektorfläche: 550 m² brutto
  • Inbetriebnahme der Solaranlage: 10/2011


Die KRAL AG zählt international zu den führenden und innovativsten Herstellern von Schrauben-Spindelpumpen und Durchfluss-Messgeräten. Seit der Gründung 1950 hat sich das Familien-Unternehmen der KRAL AG einen hervorragenden Ruf in diesen Sektoren erworben.

In der Produktion der KRAL AG tun über 50 Dreh-, Fräs- und Schleifautomaten ihren Dienst. Der Kühlenergiebedarf zur Deckung aller Wärmelasten beträgt rund 320 Megawattstunden im Jahr. Künftig wird diese Kühlenergie durch ein thermisch betriebenes Kältesystem bereitgestellt werden. Rund ein gutes Drittel der dafür benötigten Wärmenergie wird durch eine solarthermische Großanlage erzeugt. Auch die Abwärme diverser Druckluft-kompressoren wird genutzt und ebenfalls der Kältemaschine zugeführt. Der restliche Wärmebedarf wird von einem Ölkessel geliefert.

120 Vakuumröhrenkollektoren der Typen CPC 45 und CPC 30 bilden auf dem Sheddach der Produktionshalle ein Kollektorfeld von rund 550 Quadratmetern. Das Solarsystem für solare Kühlung arbeitet stets mit einer Mindesttemperatur von 90°C, um die Absorptionskältemaschine (150 kW) zu versorgen. Im Winterhalbjahr werden die solaren Erträge für die Heizung verwendet.

Man kann annehmen, dass ca. 80 - 85% der solaren Wärme für die Kühlung, und der Rest für die Heizung genutzt werden wird. Insgesamt wird seitens der solarthermischen Anlage ein jährlicher Ertrag von ca. 212 MWh erwartet, das sind ca. 420 kWh / (m² Apertur und Jahr), für die benannten Betriebstemperaturen ein außerordentlich hoher Ertrag, den nur hocheffiziente Röhrenkollektoren erzeugen können. Ohne die solarthermische Anlage hätte die Firma KRAL einen Mehrverbrauch an Öl von ca. 28.000 Litern (bei 75% Jahresnutzungsgrad der Kesselanlage). Die Umwelt würde dadurch um rund 87 Tonnen CO2-Emissionen (310 g CO2 je kWh Öl) mehr belastet.