Referenz der Ritter XL Solar GmbH

Die Solarfläche ist dafür ausgelegt, die benötigte Wärmeenergie für die zwei Prüfbecken für einen 24-Stunden-Betrieb mit 95 °C während der Tagstunden eines normalen Sommertags einzufahren. Die CPC-Vakuumröhrenkollektoren der Solarthermieanlage mit Plasmatechnologie haben bei einer konstanten Vorlauftemperatur von 110 °C und einer Rücklauftemperatur von 90 °C einen jährlichen Kollektorertrag von rund 360 kWh pro Quadratmeter Bruttokollektorfläche. Der Systemertrag von rund 44 MWh deckt rund ein Drittel des jährlichen Energiebedarfs der Testanlage. Die Kostenersparnis für das SKZ durch die Kollektoranlage für solare Prozesswärme beträgt über 6.000 € im Jahr.

SKZ Kunststoffzentrum Würzburg

SOLARTHERMIE SENKT KOSTEN BEI LANGZEITPRÜFUNGEN

  • Standort: Würzburg, Deutschland
  • Anwendung: Solarwärme zur Beheizung von Testbecken bis 95 °C
  • Kollektorfläche: 46 m²
  • Inbetriebnahme: Mai 2014

Das Kunststoffzentrum SKZ in Würzburg ist das führende deutsche Test- und Zertifizierungsinstitut für Kunststoffe, insbesonders für Kunststoffrohre. Bei der sogenannten Zeitstandinnendruckprüfung werden mit Wasser gefüllte Kunststoffrohre gemäß nationalen und internationalen Regelwerken bei unterschiedlichem Druck in Wasserbecken mit einer Temperatur bis 95 °C geprüft. Die Testbecken werden wegen Vollauslastung rund um die Uhr auf Temperatur gehalten. Dieses energieintensive Verfahren stellt einen erheblichen Kostenfaktor für das SKZ dar, denn die Beheizung der Becken wurde bisher ausschließlich mit elektrischem Strom bewerkstelligt.

Solare Prozesswärme für Wasserbecken

Seit Mai 2014 übernimmt im Rahmen eines Pilotprojektes eine Hochleistungssolaranlage von Ritter XL Solar die Beheizung von zwei neuen Testbecken. Ein 46 m² großes Feld von Vakuumröhrenkollektoren des leistungsstärksten Typs XL 19/49 P speist zu diesem Zweck 110 °C heißes Wasser in einen 6.000 Liter großen Druckspeicher. Aus diesem Reservoir erfolgt dann die Wärmeversorgung der beiden Testbecken, wobei die Solltemperatur in einem engen Toleranzbereich von +/- 1 Kelvin gehalten werden muss. Die Regelung dafür wurde vom Hersteller der Testbecken, der Firma IPT Prüftechnik geliefert.