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Donnerstag, 20.06.2013

Die Macher des Energiebunkers präsentieren das Leuchtturm-Projekt der Internationalen Bauausstellung in Hamburg

Projektträger Hamburg Energie und Ritter XL zeigen mit einer solarthermischen Anlage auf dem ehemaligen Flakbunker eine ökologisch nachhaltige Lösung für die kommunale Energieversorgung durch Nutzung öffentlicher Bauten


Energiebunker Hamburg-Wilhelmsburg

Energiebunker Hamburg-Wilhelmsburg

Hamburg, 20. Juni 2013. – 41,6 Meter ist er hoch, 58 Meter lang und 58 Meter breit, und im Inneren beherbergt er die derzeit wohl innovativste und ökologisch-nachhaltigste kommunale Heizlösung: Grund genug für Ritter XL Solar und Paradigma Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Projektträger Hamburg Energie den Energiebunker am vergangenen Mittwoch ihren Vertriebspartnern, Monteuren und der Fachpresse vorzustellen. Diese sollen als Botschafter dafür sorgen, dass das Energieversorgungskonzept auch von anderen Kommunen aufgegriffen wird.

Projektträger des imposanten Energiekonzeptes ist der Hamburger Energieversorger Hamburg Energie. Den Bau der solarthermischen Anlage übernimmt das Solarunternehmen Ritter XL Solar, welches zuvor den Zuschlag für den Auftrag durch die IBA Hamburg GmbH erhalten hat. Sehr glücklich zeigte sich auch Dipl. Physiker Martin Willige von Ritter XL Solar: „Wir sind sehr glücklich, dass wir uns bei dem Auftrag gegen die übrigen Wettbewerber durchsetzen konnten. Aber letztlich hat unsere Anlage Hamburg Energie in punkto Effizienz und Wirtschaftlichkeit einfach überzeugt.“

Effektives Zusammenspiel Speicher und Solaranlage

Bei der Besichtigung des Bunkers bekamen die Heizungsfachleute sowohl Deutschlands größte Röhrenkollektor-Solarthermieanlage als auch den imposanten
Wärmespeicher mit einer Höhe von 20 Metern und einem Durchmesser von elf Metern und einem Fassungsvermögen von 20 Millionen Litern Wasser im Inneren des Bunkers zu sehen. Damit kann die Wärme, die nicht direkt verbraucht wird, gespeichert werden. Dies hat den Vorteil, dass der Bunker die Haushalte im Hamburger Süden auch an Tagen, an denen kaum Sonne scheint, zuverlässig mit Energie versorgt.
Dank des innovativen AquaSystems der Ritter Gruppe, das alleine auf Wasser als Wärmeträger setzt, kann die Wasserführung der Solaranlage direkt in das Wärmenetz eingeführt werden. Dies machte die aufwändige Einrichtung eines gesonderten Kreislaufes für das üblicherweise eingesetzte Frostschutzmittel als Wärmeträger überflüssig.
Im Anschluss an die Führung stellt Christian Pfister, Projektleiter bei Hamburg Energie das IBA-Projekt Energiebunker ausführlich der Fachöffentlichkeit vor. Martin Willige (Ritter XL) ergänzte diese Präsentation mit einem Fachvortrag zu dem Thema solare Großanlage.

Effiziente Röhren-Kollektoren unterstützen die Wärmeversorgung des Hamburger Stadtviertels

Insgesamt übernimmt der Energiebunker die Energieversorgung für rund 4.000 Haushalte im 120 ha großen Reiherstiegviertel in Hamburg. Unterstützt wird dies durch mehr als 6.500 solarthermische Hochleistungs-Vakuumröhren, die jeweils zu 14 oder 21 Stück auf einem der 315 Röhrenkollektoren angeordnet sind. In dieser Formation bilden die Kollektoren auf dem Dach des Flakbunkers eine Fläche von 1.350 Quadratmeter, was ungefähr einer Fläche von fünf Tennisplätzen entspricht und damit die größte Vakuumröhren-Kollektoranlage in Deutschland darstellt.
Bei direkter Sonneneinstrahlung, aber auch an bewölkten Tagen, erzeugt die Anlage dank der besonders effizienten Vakuum-Röhrenkollektoren konstant Warmwasser mit Zieltemperaturen von 70 bis 90 Grad Celsius. Temperaturen, die sich optimal für die Versorgung eines Privathaushaltes eignen, aber auch im Bereich der industriellen Prozesswärme Anwendung finden.
Die Bedeutung der hochleistungsfähigen Röhrenkollektoren für die Anlage auf dem Energiebunker betonte der ebenfalls anwesende Bereichsleiter für Marketing und Vertrieb von Paradigma Deutschland, Wendelin Heinzelmann: „Nur mit leistungsfähigen Röhrenkollektoren, die Sonnenstrahlen effektiv in Wärmeenergie umwandeln, kann die ökologische Fernwärmeversorgung eines ganzen Stadtgebietes überhaupt gestemmt werden“.