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Mittwoch, 08.08.2012

Sonnenwärme für die Produktion

Zehnder mit der ersten Vakuumröhrenkollektoranlage in der Schweiz, die direkt in den Produktionsprozess eingebunden ist


Green Alliance

Gränichen, August 2012. Europas führender Raumklimaspezialist Zehnder hat am 16. Juli 2012 auf seinem Produktionsstandort in Gränichen eine solarthermische Grossanlage offiziell in Betrieb genommen. Auf dem Dach der neuen Logistikhalle werden zukünftig Solarpanels auf 400 m² Fläche dafür sorgen, dass bis zu 50% des Energiebedarfs für die Prozesswärme im Lackierwerk durch die Sonnenergie gedeckt werden. Betrieben wird die Solaranlage mittels hochleistungsfähiger Vakuumröhrenkollektoren. Konkret handelt es sich damit um die erste Solar-Vakuumröhrenkollektoranlage in der Schweiz, die direkt in den Produktionsprozess eingebunden ist. Mit dieser speziellen Anlagenkonfiguration übernimmt Zehnder eine ökologische Vorreiterrolle in der Schweiz.

Unmittelbar nach der Inbetriebnahme der solarthermischen Grossanlage strömte 110 Grad heisses Wasser vom Dach der Produktions- und Logistikhalle in den neuen Wärmespeicher der Heizzentrale. Zwei Heizkessel werden nun durch eine geballte Ladung Solarenergie bei der Produktion von Prozess- und Heizwärme unterstützt. „Unter besten Bedingungen können sie sogar vorübergehend ganz ausgeschaltet werden“, erklärte Jan Neyrinck vom Solaranlagenbauer Ritter XL Solar GmbH. Dank der innovativen Vakuumröhrentechnologie reicht das 400 Quadratmeter Kollektorfeld, um den hohen Wärmebedarf abzudecken. Die mit CPC-Spiegel ausgerüsteten Vakuumröhren erzeugen auch bei geringer Sonneneinstrahlung hohe Temperaturen.

Während das Unternehmen Ritter XL Solar GmbH die Kollektoren lieferte, war die Eisenmann Anlagenbau GmbH & Co.KG aus Holzgerlingen in Deutschland federführend für die Integration der Solartechnik in das industrielle Umfeld Zehnders verantwortlich.

Ökologisch, energieeffizient und wirtschaftlich

Zehnder optimiert mit dieser solarthermischen Grossanlage erheblich die Energiebilanz in seiner Produktion. Die Energiekosten zur Erzeugung der Prozesswärme beim Lackieren der Heizkörper können bei optimaler Sonneneinstrahlung um bis zu 50% reduziert werden. Der garantierte Mindestsolarertrag beträgt 157.6 Megawattstunden pro Jahr. Die Brennstoffeinsparung liegt in diesem Fall bei etwa 200 Megawattstunden pro Jahr. Dies entspricht einer Reduktion von 16‘800 kg Propangas, umgerechnet etwa 20‘000 Liter Heizöl oder 58‘800 Kilogramm Holzschnitzel. Zusammen mit dem Förderbeitrag vom Bundesamt für Energie rechnet sich die Anlage bereits ab dem fünften Betriebsjahr. Kein Wunder, dass ein Ausbau der Solarkapazitäten auf dem Dach der Zehnder Produktionshalle bereits jetzt in Planung ist.

Die Zehnder Group ist überzeugt von ihrer Investition in die ökologische und zukunftssichere Grossanlage. „Wir wollen der attraktivste Anbieter energieeffizienter Lösungen für ein gesundes und komfortables Raumklima sein, das gilt nicht nur für unsere Produkte und Systemlösungen, sondern auch für eigene Gebäude und Produktionsanlagen“, verkündet Projektleiter Heiner Schürch. Mit der in der Schweiz bisher einmaligen Anbindung von Solarthermie an einen bestehenden Prozesskreislauf wird dieser Unternehmensanspruch glaubwürdig unterstrichen.

 

Bildlegenden Zehnder Solaranlage
Motiv 1:  Dr. Jürg Ammann, Mitglied der Gruppenleitung Zehnder Group und Leiter Operations Europe, öffnet im Rahmen der Einweihung der solarthermischen Grossanlage bei Zehnder den Kreislauf für das über 100 Grad heisse Wasser aus den Sonnenkollektoren.

Motiv 2:  Die knapp 400 m² grosse Kollektorfläche auf dem Dach der neuen Logistikhalle kann zukünftig bis zu 50% des Energiebedarfs für die Prozesswärme im Lackierwerk von Zehnder abdecken.

Bildquelle: Zehnder Group Schweiz AG,
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